Deutsch
English
Română
Русский

inter arta e.V.  

Home
Spenden
Mitgliedschaft
Contact/Organisation
Presse / Medien
Links
Gästebuch-Guestbook

News-Ştiri-Новости
Aktuelles
Projekte
Partnerländer
Künstler - Artists

Besucherzähler  

 

 

Partnerländer

          
        Balades Moldaves
von francemoldavie

          Links Moldova a Offizielle Seiten, Städte, Universitäten, Medien, Kultur, Tourismus

          Künstler  a        

 Motivation                                  

Moldawien, ein vergessenes Land. Wer weiß schon, dass die kleine, seit 1991 unabhängige Republik zwischen Rumänien und der Ukraine liegt? Wer weiß schon, dass die meisten Moldauer (ca. 2/3) rumänischstämmig sind, rumänisch sprechen und von einer Wiedervereinigung mit Rumänien dennoch nichts wissen wollen? Wer weiß, dass Moldawien zu den größten Weinproduzenten der Welt gehört? Und wer weiß schon, dass einhunderttausend Kolonisten aus Süddeutschland bis 1940 im damaligen Bessarabien friedlich neben Moldauern, Ukrainern, Russen, Polen, Juden, Gagausen und Bulgaren lebten?

Moldawien, ein vergessenes Land. Einen Reiseführer über Moldawien sucht man bis heute vergeblich. Moldawien, amtlich Moldau genannt, gehörte einst zu den reichsten Republiken der Sowjetunion. Inzwischen ist es das ärmste Land Europas, ärmer als Vietnam, Senegal oder Papua-Neuguinea. Heizöl kann sich kaum jemand leisten. Und Benzin schon gar nicht. Pferd, Kuh, Ziege, Schaf und Gans gehören wieder zum Dorfbild. Die Schönheit Moldawiens erschließt sich nicht auf den ersten Blick. "Landschaft" ist hier gleichbedeutend mit "Landwirtschaft". Das hügelige Land mit seiner gerühmten Schwarzerde ist sehr fruchtbar. 63 Prozent der Fläche Moldawiens stehen unter dem Pflug. Das ist Rekord. Doch, Ironie des Schicksals: Das "reiche" Land wird seinen Wein, sein Getreide, sein Gemüse und Obst auf dem Weltmarkt nicht los.  Wer kennt schon Cricova mit dem größten Weinkeller der Welt, wo 50.000.000 Liter Wein in Gewölben an 39km unterirdischen Strassen lagern?

Moldova, wie die Menschen ihr Land selbst nennen, liegt am Schnittpunkt zwischen Asien und Europa. Das fruchtbare Land war schon immer ein Zankapfel. Seit der Altsteinzeit lebten hier bereits über 100 Kulturen und Völker. Doch keiner Kultur ist es bisher gelungen, langfristig sesshaft zu werden. Die zahlreichen Felsenklöster, die liebevoll restaurierten Kirchen oder der von den Römern errichtete Trajan-Wall erzählen von dieser Geschichte. Im Süden Moldawiens erstreckt sich Bessarabien, ein verheißungsvoller Name, der einst an die 10.000 Schwaben ins Land lockte. 66 Hektar Land stellte das Zarenreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts jedem Siedler zur Verfügung. Bald erzielte das kleine Bessarabien ein höheres Bruttosozialprodukt als Württemberg und Baden zusammen. 1940 verordnete das NS-Deutschland den Kolonisten die "Heimkehr ins Reich".

Die Republik Moldau, ein vergessenes Land?. Bis 1990 war Moldau eine Teilrepublik der Sowjetunion, und nicht die ärmste. Heute besitzt Moldau eines der geringsten Pro-Kopf-Einkommen in Europa (knapp 40 €pro Monat in 2002 bei einem Existenzminimum von etwa 120€). Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist von über $2000 im Jahr 1990 auf $410 im Jahr 2002 gesunken. Wer weiß schon, dass selbst Albaniens BIP viermal so hoch ist und dazu noch viermal mehr Unterstützung vom „Westen“ bekommt? Dabei ist Moldau ein uraltes europäisches Kulturland mit einer reichen Geschichte. Die Bewohner des Landes (zu etwa 65% rumänischer sowie zu je 15% russischer und ukrainischer Abstammung) sind überaus herzlich und gastfreundlich. Deutsche die dieses Land einmal besucht haben und in Deutschland lebende Moldauer sehen es als lohnendes Ziel an, dieses Land hier bekannter zu machen. Dabei möchten sie sowohl über die vielfältigen politischen und ökonomischen Probleme wie auch die Chancen des jungen Staates aufklären und um Unterstützung für die Bildung und Festigung einer stabilen politischen und ökonomischen Basis in diesem zwischen den großen Machtblöcken stehenden kleinen Land werben.

 Zielsetzung

Der Verein inter arta will das künstlerische Potential Moldaus fördern und vor allem den Musikern Chancen in Europa einräumen. Mit unseren Projekten wollen wir die Künstler in ihrem Heimatland fördern, einmal mit Stipendien für die Fortführung ihrer Studien, zum andern wollen wir ihnen auch helfen internationale Bühnenerfahrung zu erwerben. Ein weiteres Ziel ist die Zusammenarbeit zwischen Studenten und Absolventen deutscher und  westeuropäischer Musik- und Kunstakademien und mit Künstlern und Ensembles Moldaus. Ein weiteres ganz wichtiges Projekt ist die Förderung ganz junger, herausragender Talente (ab 12 Jahre), die zusammen mit ihren Eltern unter nach unseren Maßstäben kaum vorstellbaren Bedingungen leben, sich die Ausbildung im wahrsten Sinne des Wortes "vom Munde absparen", aber letzten Endes dann doch nicht die Teilnahme an wichtigen Qualifikationen finanzieren können.

Um ein Bewusstsein und Interesse für die diversen Probleme dieses (fast) vergessenen Landes und seiner Bevölkerung und Künstler zu schaffen, ist es eines der ersten Ziele des Vereins, Konzerte und Musikfestivals mit moldauischen Musikern und Musik-Ensembles in Deutschland zu fördern. Zweifelsohne hat bei der Jugend der große Erfolg der moldauischen Popgruppe o-zone mit dem Nr.-1 Sommerhit 2004 „Dragostea din tei“ in bereits einen großen Beitrag dazu geliefert.

 Aktivitäten

 

Seit Juli 2004 wurden von der Musikwissenschaftlerin und ehemaligen Musik-Redakteurin, -Kritikerin und Moderatorin bei Teleradio Moldova, Elena Rost, vielfältige Kontakte geknüpft und vertieft, sowie Informationen zusammengetragen, die eine hervorragende Basis für die Projekte und Pläne des  Vereins abgeben.

Die ins Leben gerufene Internet-Präsenz www.inter-arta.org (in Kürze auch: www.inter-arta.eu ) soll zum einen die Kommunikationsplattform für den Verein bilden und zum anderen die Informationen über Ziele, Projekte, Aktivitäten, Termine, Künstler etc. publizieren. Neben der Mitglieder-Werbung laufen Planungen für ein erstes Musikfestival und Konzerte. Hier müssen u. a. geeignete Veranstaltungsorte gefunden werden und terminlich koordiniert werden.

Copyright © 2004 inter arta e.V. 
eMail: webmaster@inter-arta.org 
Stand: 05. Februar 2007