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Projekt P I – 1   Förderung junger Talente  

  Musik-Lyzeum "Ciprian Porumbescu"

Das Lyzeum entspricht einem deutschen Gymnasium, 1. - 12. Klasse, ca. 700 Schüler, gegründet im  Oktober 1940 als allgemeine Schule mit dem Schwerpunkt Musik beim staatlichen Konservatorium der ehemaligen Sowjetrepublik Moldau. Heute ist es eine Rumänischsprachige Spezialschule für musikalisch hochbegabte Kinder aus der gesamten Republik Moldau mit Internat für ca. 150 Schüler. Neben den Allgemeinbildenden Fächern wie Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften wird in den Abteilungen Klavier, Streichinstrumente, Blasinstrumente und Volkstümliche Instrumente sowie Musiktheorie unterrichtet. 60 % der Mitglieder des Orchesters der Staatlichen Oper Chisinau, des Staatlichen Philharmonischen Orchesters und des Kammerorchesters sowie 40 % der Musikpädadogen in den spezialisierten Musikschulen und -Colleges sowie der Musikhochschule des Landes sind Absolventen dieses Lyzeums.

Das jetzige Schul-Gebäude und das angrenzende Internat wurden im Jahre 1964 errichtet. Die Bausubstanz hat in den letzen 20 Jahren sehr unter der (aus finanziellen Gründen) mangelhaften Wartung und nicht vorgenommenen Investitionen gelitten. Die Heizungsanlage des Schulgebäudes konnte vor 2 Jahren saniert werden, so daß zumindest der Unterricht im Winter nicht mehr im Mantel und mit Handschuhen stattfinden muß. Die Sanitären Einrichtungen sind in sehr schlechtem Zustand, Großes Problem ist (wie allgemein in Chisinau) daß es meistens nur während der Heizperiode warmes Wasser gibt.

Es gibt einen großen Mangel an Lernmitteln - Noten, Musiklehrbücher auf rumänisch, und keine modernen Audiogeräte wie CD-Player, und natürlich auch keine Computer. Dringend wird ein neuer Konzertflügel für den Konzertsaal benötigt, aber auch die Übungsinstrumente für die Schüler sind in keinem guten Zustand, Alter der Instumente über 30 Jahre. Der überwiegende Teil der Schüler (besonders der Internatsschüler aus dem ländlichen Raum) kommt aus finanziell armen Verhältnissen, die Familieneinkommen liegen z.T. unter 50 € im Monat wie zwei Beispiele von besonders begabten Kindern zeigen:
Dumitru Pocitari
(9.Kl. Violine) und Schwester Lilia (4.Kl. Violine). Der Vater verdient 400 Lei, die Mutter 200 Lei das sind zus. ca. 37,- €.
Ionel Manciu (8.Kl. begabter Violinist) und Alexandru (studiert jetzt an der Musikhochschule, Violine & Gesang). Als Alexandru kleiner war, wurde er mit Robertino Loretti verglichen (es gibt Aufnamen bei Teleradio Moldova). Die Mutter verdient 450 Lei, der Vater 320 Lei (staatl. Job), das sind zus. ca. 48,- €.

 Internatsgebäude: Sanierung der Fenster, Türen und Elektro-Installation

Dringender Sanierung bedarf der Gebäudeteil in dem die etwa 150 Internatsschüler wohnen. Die Fenster und Türen in dem 45Jahre alten Gebäude sind nicht nur undicht und zugig, die mechanische Stabilität ist teilweise dermaßen schlecht, das Fenster nicht mehr geöffnet werden können ohne dass sie aus den Halterungen fallen. Die Elektroinstallation ist ebenfalls marode und überlastet (Problem der über Jahre schlechten Heizungsversorgung, man versucht sich dann mit elektrischen Heizgeräten zu helfen, was fatale Folgen nach sich zieht...) Nach westeuropäischen Maßstäben würden die Bauaufsichtsbehörden so ein Gebäude sofort sperren!

Interarta e.V. sucht für dieses Internat, in dem wirklich musikalisch begabte Kinder ihre Grundausbildung erhalten, Förderer zur Durchführung dieser dringenden Gebäude-Sanierungsmaßnahmen. Die Maßnahmen würden nicht Einzelnen, sondern der Gesamtheit von etwa 150 hochbegabten Kindern aus einkommensschwachen Familien zugute kommen und deren Lern- und Lebensqualität deutlich verbessern.

Das Land und dessen Menschen (vor allem die Jugend) setzen nach Jahren kommunistischer Regierung, regierungskonformer Medien und hochgradiger Korruption große Hoffnung in den Ende Juli 2009 erreichten Wechsel in der Regierung und eine damit verbundene stärkere Annäherung an Westeuropa. Um langfristig aus der Situation des ökonomischen Schlusslichts Europas herauszukommen, bedarf es nicht nur der per WesternUnion transportierten Euros und Dollars der im westlichen Ausland (legal oder illegal) oder in Moskau arbeitenden Väter und Mütter, sondern auch vieler sozialer und unternehmerischer Projekte aus dem Westen. Gerade an den deutschsprachigen Raum binden sich in der moldauischen Bevölkerung große Hoffnungen. Man sieht hier (immer noch) ein großes Vorbild, nicht zuletzt auch durch die Erinnerung an die 10000 Schwaben die von Anfang des 19.Jahrhunderts bis 1940 in Bessarabien, dem südlichen Teil Moldaus, siedelten und dort ein sehr hohes Bruttosozialprodukt erwirtschafteten. Man weiß also: Nichts ist unmöglich...

 

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eMail: webmaster@inter-arta.org 
Stand: 06. Oktober 2006